Informationen zu den Rassen Irish Cob und Irish Cob Crossbred (sog. "Tinker")
1. Irish Cob
Die Rasse Irish Cob (IC) ist eine sehr alte irische Pferderasse, die ursprünglich von den travelling people (= das fahrende Volk) gezüchtet wurde. Die travelling people züchteten Irish Cob zum Ziehen ihrer Wagen und auch zum Verkauf. Später kauften ihnen häufig Farmer die bunten Irish Cobs ab, um sie für die Feldarbeit zu nutzen oder wenn sie dafür nicht geeignet waren, um sie zur Jagd einzusetzen. Dadurch gewannen sie auch erheblichen Einfluß auf die Zucht der Rasse „The Hunter“.
Durch den zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) und den Strukturwandel in der Landwirtschaft wurde auch diese Rasse, wie so viele andere Pferderassen, stark in ihrem Bestand gefährdet, so daß die bis dahin aufgebaute Zucht unterzugehen drohte. Zur Erhaltung dieser Zucht beschloß das irische Landwirtschaftsministerium die Gründung eines Zuchtbuches. Mit dieser Aufgabe wurde Mrs. Evelyn Flynn beauftragt. 1998 wurde von ihr die Irish Cob Society (ICS), die ursprünglich das Mutter - Zuchtbuch für die Rasse Irish Cob in Irland geführt hat, gegründet. Im Sommer 2005 hat das irische Landwirtschaftsministerium allerdings der Irish Cob Society die staatliche Anerkennung und damit auch die Berechtigung zur Führung des Mutterzuchtbuchs entzogen. Seit Anfang 2006 wird offiziell in Deutschland das Mutterzuchtbuch der Rasse Irish Cob vom European Coloured Horses Association - Europäischer Scheckenzucht - Verband e.V. (ECHA – ESV e. V.) geführt.
Als Irish Cob dürfen nach wie vor nur diejenigen Tiere bezeichnet werden, die als Irish Cob anerkannt worden sind. Diese Anerkennung bekommen nur Tiere, die dem Rassestandard der Irish Cob entsprechen.
Der nachfolgende Zuchtstandard des
Mutterzuchtbuchs für Irish Cob basiert auf dem von der Irish Cob Society
ursprünglich festgelegten Zuchtstandard für Irish Cobs:
Irish Cob
Der Irish Cob wird in den
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Sektionen A |
Pferd |
(Stockmaß 160 – 170 cm) |
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Sektionen B |
Kleinpferd |
(Stockmaß 149 – 159 cm) |
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Sektionen C |
Pony |
(Stockmaß 128 – 148 cm) |
gezüchtet.
Allgemeines
Der Irish Cob ist kompakt und kraftvoll, üppig in Muskulatur und Knochen und erfüllt bisher die Fähigkeit eines guten Allzweck – Tieres. Einige Irish Cobs sind gerne „stämmiger“ als andere. Der Irish Cob ist gut ausbalanciert und proportioniert, steht aufrecht und quadratisch und bietet eine stattliche Erscheinung.
Oberlinie
Der Kopf, der stolz getragen sein sollte, sollte zu einem kraftvollen und gut angesetzten Hals weiterführen. Der Hals sollte fließend in einen guten Widerrist übergehen und am Rückenanfang enden (dieses Merkmal sollte besonders bei Hengsten ausgeprägt sein). Der Rücken, der kurz und gerade sein sollte, sollte sachte zu einer gut bemuskelten Kruppe ansteigen (der Rücken, Knochen / Rückgrat oder die Hüftknochen sollten nicht sichtbar sein). Die Kruppe, die relativ hoch und großzügig ist, sollte beide Kruppenmuskel gut betonen. Der obere Teil der Hinterbeine mit dem Rückenstück sollte außergewöhnlich gut bemuskelt, breit und üppig sein. Der Winkel des Rückgrates von der Kruppe zu dem Schweif sollte sachte und nicht übertrieben absteigen. Dies erlaubt einen hohen, gut angesetzten Schweif und trägt zu einer gut gerundeten Hinterhand bei.
Knochen
Irish Cobs
werden entweder in „middle weight horses“ (= Mittelgewicht) oder „heavy weight
horses“ (= Schwergewicht) unterteilt. Dies hängt mit dem Durchmesser des
Röhrbeins zusammen. Einige Zugeständnisse können bei dem Knochenmaß nur für
Stuten und Wallache gemacht werden.
Bewegung
Irish Cobs mit ihrer einzigartigen Aktion, ihrem luxuriösem Langhaar und Fesselbehang und der großen Skala der verfügbaren Farben, präsentieren einen schönen und vielseitigen herrlichen Anblick, besonders in der Bewegung, wenn sie gut hervorgebracht sind.
Temperament
Der Irish Cob sollte ein gutmütiges und fleißiges Wesen besitzen, mit einer freundlichen Veranlagung gegenüber Menschen und anderen Tierarten.
Kopf, Maul, Augen und Ohren
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Kopf |
sollte gerade, gutaussehend und in Proportion zu dem restlichen Pferd stehen. Die Stirn sollte breit und das Maul, der Kiefer und die Ganaschen sollten großzügig sein. |
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Maul |
sollte einen gleichmäßigen Biß haben, kein Überbeißer oder ähnliches. |
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Augen |
sollten dunkel in der Farbe, kühn, wach und gut auseinander liegen. Pferde mit einem ungewöhnlichen Anteil an weiß im Auge, in der Iris, werden nicht zur Zucht zugelassen. Pferde mit Fisch- und Glasaugen zeigen einen weißen bis bläulichen Farbton der Iris auf – es können aber auch einzelne Flecken auftraten. Es ist nur die Iris betroffen. Der Grund ist häufig ein Mangel an Pigment im Auge. |
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Ohren |
sollten deutlich / klar und gut angesetzt sein – nicht zu groß oder zu klein. |
Hals,
Schultern, Widerrist und Brust
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Hals |
sollte kompakt, aber nicht zu kurz sein. Der Hals sowie der Mähnenkamm sollten großzügig bemuskelt sein (insbesondere bei Hengsten). |
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Schultern |
sollten gut bemuskelt, kraftvoll und schräg sein. |
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Widerrist |
sollte von mittlerer Ausprägung und Höhe sowie ausreichend mit Muskeln und Fleisch umgeben sein. |
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Brust |
sollte kraftvoll, gut bemuskelt und nicht zu breit oder schmal sein. |
Rücken,
Hinterhand, Rumpf
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Rücken |
sollte kurz, kräftig, und deutlich muskuliert zur Kruppe hin leicht bergauf ansteigend sein. |
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Hinterhand |
Die Hinterhand sollte sehr großzügig, gut gerundet, breit und kraftvoll mit einer gut bemuskelten relativ hohen Kruppe sein. Hohe Kruppe heißt nicht, daß das Pferd überbaut ist. Die Oberschenkel sollten gut bemuskelt, lang genug und passend zu den starken, steilen Sprunggelenken sein. Die gesamte Hinterhand sollte über einen guten Knochenbau und eine gute Muskulatur verfügen. |
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Rumpf |
sollte kurz und kompakt mit tonnenförmigen Rippen sein. Eine ausreichende Gurtentiefe sollte vorhanden sein. |
Vorderbeine, Fesselgelenke, Beine, Fesselbeugen & Hufe
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Vorderbeine |
sollten kraftvoll und nicht zu kurz sein. Die Unterarme sollten eine gute Länge haben und gut bemuskelt sein. |
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Vorderfußwurzelgelenke |
sollten gut entwickelt und großzügig dimensioniert sein, aber im Gleichgewicht mit den Proportionen des Pferdes stehen. |
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Fesselgelenke |
sollten zu den anderen Gelenken in Kraft, Größe und Körperbau passen. |
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Fesselbein |
Sollte auch genügend Knochen haben und nicht zu lang sein. Zu steile oder übermäßig gewinkelte Fesselbeugen sind ein Mangel. |
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Hufe |
sollten gut geformt, ordentlich und fähig sein, den Rahmen des Pferdes ohne Probleme zu tragen. |
Fesselbehang
Der Fesselbehang ist ein charakteristisches und dekoratives Merkmal der Irish Cob Zucht. Dies fällt besonders bei den schweren Irish Cobs auf. Jedoch, kann der Umfang des Fesselbehangs beträchtlich variieren, besonders im Fall des mittelschweren Irish Cobs.
Mähne und Schweif
Die Mähne und der Schweif sollten voll und zu einer ordentlichen Länge gewachsen sein.
Farbe
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Erlaubte Farben: |
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Nicht erlaubte Farben: |
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Beachte: |
Sind weiße Körperzeichnungen vorhanden, so bezeichnet man die Irish Cobs entweder als „piebald“ (= Rappschecke) oder „skewbald“ (= alle anders farbigen Schecken außer Rappschecken). Diese Irish Cobs werden als „Coloured Irish Cobs“ (= bunte Irish Cobs) bezeichnet. |
Farbstandard für „Coloured Irish Cobs“
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Piebald = Rappschecken |
Schwarz mit weißen Körperzeichnungen |
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Skewbald = Buntschecken |
alle anderen Farben (inklusive Grau- und Rotschimmeln) mit weißen Körperzeichnungen |
Definition des Coloured Irish Cob:
Ein Coloured Irish Cob ist ein Tier, das einige weiße Körperzeichnungen auf seiner Körpergrundfarbe enthält. Die weißen Körperzeichnungen bedecken oder verdecken einiges der Körpergrundfarbe. Der Umfang des Körperweiß kann von einem kleinen weißen Abzeichen bis zur beinahe totalen Bedeckung oder Verdeckung der Grundkörperfarbe variieren.
Der Anteil des Körperweiß wird geschätzt und in Prozenten der gesamten Körperfläche ausgedrückt mit Ausnahme der weißen Zeichnungen an den folgenden Stellen:
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Kopf |
Abzeichen am Kopf wie bei einfarbigen Pferden oder Ponys Die typischste Färbung eines Irish Cob Kopfes ist einfarbig mit einer weißen Blesse. |
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Beine |
Abzeichen am Bein sowie weiße Stellen über dem Vorderfußwurzel- und dem Sprunggelenk bis hin zum Ellenbogen oder Knie |
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Bauch / Unterseite |
bei weißen Zeichnungen, die sich in dieser Fläche befinden, wird von „splash“ (= Tupfen, Fleck) Zeichnungen gesprochen. Sie sind keine weißen Körperzeichnungen. |
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Mähne und Schweif |
können weiß oder teilweise weiß sein. |
Coloured Irish Cobs werden entweder als „Flashed“ (Anm. der Übersetzerin: flash = Aufblinken, Blitzen) oder „Overlaid“ (Anm. der Übersetzerin: overlay = überziehen, belegen, verkleiden) beschrieben abhängig von dem Prozentsatz des Körperweiß.
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FLASHED |
alle Farben inklusive Grauschimmeln und Rotschimmeln mit weißen Körperzeichnungen bis 50 %. |
Beträgt der Anteil der weißen Körperzeichnungen eines Coloured Irish Cob 50 % oder weniger, werden diese Tiere als „Flashed“ bezeichnet. Diese weißen Körperzeichnungen dienen als Farbunterbrechungen und sollten „flashy“ (= auffallend) sein und einen deutlichen Kontrast zu der Körpergrundfarbe bilden. Enthalten die weißen Körper-„flash“-Zeichnungen „spots“ (= Tupfen, Punkte, Flecken), „blotches“ (= Flecken, Kleckse) oder „rosettes“ (= Rosetten) der Körpergrundfarbe kann der Effekt der Farbunterbrechung zerstört werden.
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OVERLAID |
alle Farben inklusive Grauschimmeln und Rotschimmeln mit weißen Körperzeichnungen über 50 %. |
Übersteigt der
Anteil der weißen Körperzeichnungen eines Coloured Irish Cob 50 %, werden diese
Tiere als „Overlaid“ bezeichnet. Diese Beschreibung wird aus Zweckmäßigkeit
verwendet, wo die weißen Körperzeichnungen vorherrschend sind und den Anschein
geben, daß die Grundkörperfarbe auf einen weißen Körper aufgetragen worden ist.
„Spots“, „blotches“ oder „rosettes“ der Grundkörperfarbe können das Aussehen von
„Overlaid“ – Tieren verbessern und die Entfaltungsmöglichkeit für eine größere
Vielfalt von attraktiven Farbmustern geben.
Bewegung und Aktion
Im Trab ist eine gute hohe Vorhandaktion aus der Schulter heraus wünschenswert, um die typische Irish Cob Aktion zu erreichen. Das gilt auch für den Schritt, wenn er diese Aktion zeigt, bietet er besondere Ausstrahlung und Stil, welcher eben den schwereren Tieren eine „leichte“ Erscheinung in der Bewegung gibt.
Einige Irish Cobs neigen dazu ihre unteren Vorderbeine ein bißchen zu jeder Seite leicht zu paddeln, wenn sie traben. Dieses leichte Paddeln sollte nicht mit „bügeln“ verwechselt werden. Bügeln ist ein Mangel. Solange das Paddeln gleichmäßig bei beiden Vorderbeinen und nicht zu übertrieben auftritt, wird es als ziemlich typisch und akzeptabel betrachtet.
Die allgemeine Bewegung und Aktion eines Irish Cob sollte auf gleichem Niveau mit einem guten Raumgriff des Schrittes sein, welcher beides ist, gerade und schwungvoll.
IRISH PONY COB - Sektion C – Pony (128 cm bis 148 cm)
Irish Pony Cobs sind die Pony Version der Irish Cobs, die nach dem Irish Cob Zuchtstandard beurteilt werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß sie viele Pony Eigenschaften haben.
2. Irish Cob Crossbred
Irish Cob Crossbred sind Irish Cobs, die mit Reitpferderassen gekreuzt wurden.
(Anm. der Verfasserin: Irish Cob Crossbred sollte m. E. dem Rassenamen „Tinker“, der seinem Ursprung nach eine diskriminierende Bezeichnung für das fahrende Volk in Irland ist, vorgezogen werden.)
Unterscheidungsmerkmale für Irish Cob und Irish Cob Crossbred
In den rassetypischen Merkmalen, wie Cob – Typ, Beinbehang und Temperament müssen die einzutragenden Pferde eine Wertnote von 7,5 und besser erreichen, um als Irish Cob eingetragen werden zu können.
3. Tinker
Die der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e. V. (FN) angeschlossenen Zuchtverbände führen seit Mai 2004 im Sinne der Vorgaben der EU und des deutschen Tierzuchtrechts gemeinsam das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Tinker.
Für die Zucht des Tinkers in Deutschland gilt nach der ZVO folgendes Zuchtziel:
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Rasse |
Tinker |
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Herkunft |
Deutschland auf irischer und englischer Grundlage |
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Größe |
ca.135 bis 160 cm Stockmaß |
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Farben |
Alle Farben, Tobiano-, Overo- (meist Tobianoschecke mit Overo-Genen), Sabino- Scheckung und alle Mischformen daraus vorzugsweise Plattenschecken. Inkspots, auch in großer Anzahl, sind Teil der Tobiano Scheckung und haben nichts mit einer Tigerscheckung zu tun. Albinos sind unerwünscht! |
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Behaarung |
Lange und volle Mähne, voller Schweif und von den Karpal - bzw. Sprunggelenken bis über die Hufe reichendem Behang |
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Äußere
Erscheinung |
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Typ |
Der Tinker reicht in seiner Typenvielfalt vom schweren Typ mit deutlich erkennbarem Kaltbluteinschlag über den mittelschweren Typ bis zum Ponytyp. Er ist ein kurzes kräftiges, kompaktes, eher zum Quadrat neigendes Pferd für alle Zwecke des Breitensports. |
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Körperbau |
trockener Kopf (auch Ramskopf) mit großem Auge, gut geformter Halsung, plastischer Bemuskelung. Der unterschiedlich stark ausgeprägte Oberlippen- und „Ziegenbart“ sind rassetypisch und dürfen nicht geklippt sein. |
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Harmonischer kräftiger Körperbau, gut angesetzter Hals, mittellang, zum Kopf hin verjüngend, gute Ganaschenfreiheit, nicht zu schweres Genick, lange und möglichst schräge Schulter, markierter, ausreichend in den Rücken reichender Widerrist. Gut bemuskelter nicht zu langer Rücken, der leicht vorgetieft sein kann, ausreichende Brusttiefe, lange kräftig bemuskelte schräge Kruppe mit tiefer Behosung. |
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Trockenes, korrektes Fundament mit großen klaren Gelenken, Fesselung mittellang. |
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Die Stellung der Extremitäten soll von allen Seiten korrekt sein. |
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Die oftmals flacheren Hufe sollen groß, kräftig, gut geformt und gesund sein. |
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Bewegungsablauf |
Fleißig, taktrein, schwungvoll und raumgreifend, dabei mit deutlich erkennbarer "Knieaktion" die nicht auf Kosten des Raumgriffes gehen darf und natürlicher Aufrichtung und Balance. |
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Der Schub soll erkennbar aus der Hinterhand über den Rücken auf die frei aus der Schulter vorgreifende Vorhand übertragen werden. |
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Charakter |
Umgängliches, charakterlich einwandfreies, unkompliziertes, nervenstarkes und zuverlässiges Pferd, das bestens für die Reit- und Fahrzwecke des Breitensports geeignet ist. |
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Seine Charakterstärke und sein ausgeglichenes Temperament müssen erkennbar sein. |
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Gesundheit |
Robuste Gesundheit, gute physische und psychische Belastbarkeit, gute Fruchtbarkeit und das Freisein von Erbfehlern. |
© Ursula Flink